Gute Nachrichten für werdende Eltern in Österreich: Seit 1. Oktober 2026 gilt österreichweit ein erweitertes Untersuchungsprogramm im Eltern-Kind-Pass (früher Mutter-Kind-Pass). Schwangere und junge Familien bekommen damit mehr Begleitung durch Ärztinnen und Ärzte, durch Hebammen und durch Beratungsstellen. Auch die psychische Gesundheit wird stärker beachtet.
Die Neuerungen im Überblick
| Was | Wann |
|---|---|
| Gesundheitsgespräch zu Gesundheit, Belastungen und Unterstützungsbedarf | 14.–20. Schwangerschaftswoche |
| Hebammenberatung, jetzt früher als bisher | ab 14.–20. SSW |
| Erweiterte allgemein- bzw. familienmedizinische Untersuchung | 14.–20. SSW |
| Zucker-Belastungstest bei erhöhtem Risiko, jetzt schon bei der ersten Laboruntersuchung | früh in der Schwangerschaft |
| Zusätzliche Hebammenberatung | 24.–34. SSW |
| Zusätzlicher Ultraschall | 35.–38. SSW |
| Gespräche und Untersuchungen zur psychischen Gesundheit | während der Schwangerschaft |
| Kostenlose Elternberatung in Familienberatungsstellen | von der Schwangerschaft bis zum 1. Geburtstag des Kindes |
Was bedeutet das konkret?
Früher und mehr Hebammenbegleitung: Bisher war die Hebammenberatung erst später in der Schwangerschaft vorgesehen. Jetzt gibt es sie schon ab der 14. Woche, und später in der Schwangerschaft kommt ein weiterer Termin dazu. So können offene Fragen zu Geburt, Stillen und Wochenbett früher besprochen werden.
Schwangerschaftsdiabetes früher erkennen: Frauen mit erhöhtem Risiko, zum Beispiel bei Übergewicht oder familiärer Vorbelastung, können den Zucker-Belastungstest jetzt früher machen. Ein unerkannter Schwangerschaftsdiabetes kann für Mutter und Kind Folgen haben.
Ultraschall kurz vor der Geburt: Der zusätzliche Ultraschall zwischen der 35. und 38. Woche hilft zum Beispiel dabei, die Lage und das Wachstum des Kindes vor der Geburt noch einmal zu beurteilen.
Seelische Gesundheit: Schwangerschaft und die erste Zeit mit Baby sind schön, können aber auch sehr belasten. Die neuen Gespräche sollen helfen, Überforderung oder eine beginnende Depression früh zu erkennen und Unterstützung zu vermitteln.
Zusatzheft statt neuer Pass
Der gewohnte Papier-Pass bleibt vorerst gültig. Für die neuen Leistungen gibt es ein Zusatzheft. Ab Herbst 2027 soll der elektronische Eltern-Kind-Pass kommen. Dann sind alle Befunde und Termine per App oder Webbrowser abrufbar.
Tipp: Termine rechtzeitig planen
Besonders die Termine zwischen der 14. und 20. Schwangerschaftswoche liegen jetzt eng beieinander. Am besten sprechen Sie früh mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt und vereinbaren auch rechtzeitig einen Termin bei einer Hebamme. Die Eltern-Kind-Pass-Untersuchungen sind außerdem weiterhin Voraussetzung für das volle Kinderbetreuungsgeld. Bewahren Sie die Bestätigungen daher gut auf.
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Quelle: gesundheit.gv.at – Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs Foto von Pavel Danilyuk



